Bronzemedaille für GC am Habsberg
Mehr Qualität, mehr Spiel, mehr Zukunft – unter diesem Motto steht das Programm “Golf und Natur” des Deutschen Golf Verbandes, in dessen Rahmen die Golfanlage am Habsberg kürzlich mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet wurde.
Mit dem bundesweiten Programm, so Dr. Gunther Hardt, Vorsitzender des DGV-Ausschusses Umwelt und Platzpflege, der die Ehrung im Club vornahm, wolle man eine breit gefächerte Anhebung der Standards in einem Golfclub erzielen. Dabei werde keineswegs nur an rein ökologische Aspekte gedacht, wie die Bezeichnung “Golf und Natur” vielleicht vermuten lasse, vielmehr würden auch der Ablauf des Spielbetriebs, Arbeitsumfelder, die Öffentlichkeitsarbeit und die Pflege des Golfplatzes berücksichtigt.
Besonders auffallend ist am Habsberg die neue Photovoltaik-Anlage, die auf den Dächern eines neuen Unterstandes für Carts angebracht wurde und nun reichlich Ökostrom erzeugt. “Wir bringen es aktuell auf 105.000 Kilowattstunden pro Jahr”, erläuterte Olcher Knoop, Geschäftsführer des Jura Golf Parks, das Engagement für die Natur. “Das wiegt gut 60.000 Kilogramm Co2 im Jahr auf. Umgerechnet auf Fahrkilometer entspricht das etwa 14000 Fahrten von Nürnberg zu unserer Golfanlage.”
Mit dem Bau der 900.000 Euro teuren Anlage ist es allerdings nicht getan. Positiv stechen dem Besucher auch die vielen vernetzten Teiche und Bachläufe ins Auge, die zahlreichen Tieren einen Lebensraum bieten. Darunter ist auch die stark bedrohte Gelbbauchunke, die auf der Roten Liste steht.
Um im Jahr 2008 auch die Silbermedaille des Programms “Golf und Natur” zu erhalten, werden die Betreiber der Golfanlage am Habsberg weitere Qualitätsverbesserungen anpeilen. So sollen demnächst beträchtliche Teile des Roughs in blütenreiche Salbei-Glatthaferwiesen umgewandelt werden. Dazu wird das Mähgut vom Truppenübungsplatz Hohenfels verwendet, das in die Roughflächen eingemulcht wird.
Nachdem ein wesentliches Element des Programms das Einsparen von Ressourcen ist, wird man laut Knoop auch die Verteilergenauigkeit der Grünberegnung überprüfen. An dieser Stelle sind unter Umständen Einsparungen beim Wasserverbrauch möglich, die gleichzeitig auch einer kontinuierlich hohen Putt-Qualität der Grüns entgegen kommen. Weiter gearbeitet wird außerdem an einem umfassenden Sicherheitskonzept für Mitarbeiter und Gäste. In diesem Zuge sollen nun Rettungspunkte auf dem Golfplatz digital festgelegt werden, um in Zukunft im Falle eines Noteinsatzes die Rettungskräfte sofort an den richtigen Vermessungspunkt schicken zu können. Eine Maßnahme, die verdeutlicht, dass mit dem Programm “Golf und Natur” weit mehr Aspekte als allein die Ökologie angesprochen werden. Eine nachhaltige Anhebung des Qualitätsstandards in allen Bereichen rund um den Golfplatz, so Hardt, kommt dem Golfer zugute und sei damit das eigentliche Ziel.
DEUTSCHER GOLF VERBAND e.V.











