Deutschland holt Bronze – Irland ist Europameister
Wiesbaden, 7. Juli 2008. Bei der European Team Amateur Championship vom 1. bis 5. Juli 2008 im italienischen Golf & Country Club Royal Park (Turin) konnte sich Deutschland nach einem äußerst spannenden Match gegen Frankreich die Bronzemedaille sichern. Irland setzte sich im Finale gegen England durch und holte erneut den Titel.
Die EM-Woche fing aus deutscher Sicht viel versprechend an. Nach den ersten beiden Zählspiel-Qualifikationsrunden hatte sich das Team mit Maximilian Kieffer (GC Hubbelrath), Alexander Knappe (GC Paderborner Land), Stephan Gross, Sean Einhaus, Allen John und Florian Fritsch (alle GC St. Leon-Rot) sicher im ersten Flight, also den besten acht Mannschaften, schlaggleich hinter den Schweden auf dem dritten Rang platziert. Im Viertelfinale trafen sie auf die Spanier. Mit dem Sieg der beiden Vierer-Partien über die Spieler der iberischen Halbinsel gingen die deutschen Herren selbstbewusst in die fünf Einzelpartien am Nachmittag. Deutliche Siege von Gross, Kieffer und Einhaus reichten zum Halbfinaleinzug aus. Nun galt es, gegen Titelverteidiger Irland zu bestehen. Das Team um Kapitän Wolfgang Wiegand erwischte den schlechteren Start und lag schon am Vormittag mit 2:0 Matchpunkten zurück. Aber auch am Nachmittag waren die Iren die stärkere Mannschaft. Mit 2:5 Punkten musste sich Deutschland dem späteren Europameister geschlagen geben.
Der Niederlage trotzend gaben die deutschen Herren im kleinen Finale alles, um noch die Bronzemedaille zu gewinnen. Nach den vormittäglichen Vierern herrschte Gleichstand, sowohl Frankreich als auch Deutschland hatten je eine Partie gewonnen. Mit großer Spannung wurden dann die Einzel angegangen. Den ersten Punkt sicherte sich der Franzose Alexandre Kaleka. Gleich darauf konterte jedoch Alexander Knappe mit einem deutlichen 6/5-Sieg über den amtierenden Einzel-Europameister Benjamin Hebert. Maximilian Kieffer musste sich am ersten Extraloch Edouard Dubois geschlagen geben, während Allen John wieder einen Punkt für Schwarz-Rot-Gold sicherte. Alles hing nun am letzten Match zwischen Sean Einhaus und Jean-Jaques Wolff. Mit einer 1-auf-Führung für Einhaus ging es auf den 18. Abschlag. Nach einem perfekten Schlag auf das letzte Grün und einem Fehler seines Gegners konnte Deutschland auf einen Platz auf dem Treppchen hoffen. Einhaus machte die Hoffnungen wahr und beendete seine Partie souverän mit einem Birdie. Der letzte Punkt für Deutschland bedeutete die Bronzemedaille. Unter großem Jubel nahmen die erfolgreichen deutschen Spieler zu guter letzt im Teich am 18. Grün das obligatorische Siegerbad.
„Wir sind so glücklich und freuen uns riesig über diesen Erfolg. Ich glaube es ist absolut keine Schande hinter England und Irland hier Dritter zu werden. Wir werden hart daran arbeiten, uns immer weiter zu verbessern. Wir hatten eine tolle Woche mit viel Spaß, erstklassigem Golf und einem unbeschreiblich tollen Team”, resümierte DGV-Nationaltrainer Uli Zilg. Für das junge Team war es die erste Medaille bei einer Mannschafts-Europameisterschaft. Lediglich Florian Fritsch konnte sich bereits 2005 die Silbermedaille umhängen, als Deutschland mit Martin Kaymer den zweiten Platz belegt hatte.
DEUTSCHER GOLF VERBAND e.V.











